Mendelrace

11. April 2022

Michael Spögler gewinnt solo und verteidigt seinen Titel / auch Christina

Rausch wiederholt ihren Sieg von 2019

 

Der junge Sarner behauptet seine Vormachtstellung auf dem Mendelpass

Es war eine lange Durststrecke von 2 Jahren: die verflixte 7. Ausgabe der Rennserie für Rennad-Amateure Südtirol.Berg.Cup konnte nach den Absagen von 2020 und 2021, heuer endlich wieder stattfinden – und dies in derselben Manier wie vor der Coronazeit. Den Auftakt der Rennserie bildete erneut das MendelRace auf den Mendelpass.

Insgesamt 124 Teilnehmer aus dem In- und Ausland meldeten sich für die erste

Herausforderung in der neuen Rennsaison. Der instabilen Wetterlage die ganze Woche hindurch geschuldet, präsentierten sich am Samstag 9. April dann 107 Rennradler am Start in Eppan, um von dort den auf 1.363m Höhe gelegenen Mendelpass in Angriff zu nehmen. Mit am Start zahlreiche Bergspezialisten wie der Sarner Michael Spögler, Italienmeister und Sieger der letzten Ausgabe des MendelRace und somit Titelverteidiger; der Trientner Andrea Zamboni, seines Zeichens 3maliger Sieger am Mendelpass; Franz Wieser, Alessandro Sogne, Thomas Gschnitzer um nur einige weitere zu nennen. Aber auch aus dem Ausland waren prominente Teilnehmer gemeldet: ex-Radprofi Jörg Ludewig schien auf der Meldeliste auf, sowie der Ötztaler Extrem-Rennradler Patric Grüner

Auch Ex-Strassenradweltmeister Maurizio Fondriest wollte sich die Gelegenehit nicht

nehmen lassen, um wieder an einem Rennen teilzunehmen: er ging mit der Startnummer 117 ins Rennen, dieselbe Nummer mit welcher er 1988 den WM-Titel gewann.

Das Wetter hielt, und so wurde das Rennen kurz vor 14 Uhr gestartet. Die ersten

Kilometer verliefen ziemlich ruhig, das Tempo war recht Und so erreichte diesmal eine ca. 20köpfige Gruppe gemeinsam den sog. DigiSprint (Sprintwertung nach 4 Kilometern), aus welcher der Trientner Andrea Zamboni

hervorsprintete und als erster die Sprintlinie überschritt und sich das Preisgeld schnappte. In der Folge blieb das Tempo zwar hoch, das Feld aber relativ ruhig. Bei Matschatsch auf halber Strecke bestand die Führungsgruppe immer noch aus 11 Rennfahrern, darunter die Gebrüder Spögler, Zamboni, Sogne, Ludewig, Gschnitzer und Grüner. Und es war Michael Spögler der daraufhin erstmals begann, das Tempo zu erhöhen um die Gruppe zu sprengen. Nach und nach mussten Konkurrenten abreisen alssen und fielen aus der Spitzengruppe weg. Der Wind war zudem ein unangenehmer Gegner und so galt es den Windschatten zu nutzen und nicht zu viele Kräfte zu verschleissen.

Auf der Höhe des Tumortales 4 km vor dem Ziel, hatte sich die Führunsgruppe dann auf nur mehr 4 Fahrer verkleinert: Sogne, Capelli, Wieser und Spögler. Ein ums andere Mal versuchte Spögler, seine Gegner abzuschütteln. Der erste der Vierergruppe war dann Alessandro Sogne, der das Tempo nicht halten konnte. Es begann der letzte Abschnitt, die letzten 3 Kilomter mit insgesamt 9 der 15 Kehren der Mendelpass-Strasse, und auch Simone Capelli hatte bereits einen kleinen Rückstand. Somit musste das Rennen zwischen den beiden Freunden Franz Wieser und Michael Spögler entscheiden werden.. auch diesmal wieder in einem Sprint, wie in den bisherigen Editionen? Die beiden reduzierten leicht das Tempo um sich kurz zu erholen, bevor Spögler eineinhalb km vor dem Ziel die entschdende Attacke wagte, der Wieser diesmal nicht folgen konnte. Der Sarner hielt das Tempo und konnte sich entscheidend absetzen. Sein Vorsprung auf Wieser wuchs auf dem letzten Kilomter auf knappe 10 Sekunden an, und so erreichte Michael Spögler nach 39.29 Minuten Rennzeit das Ziel auf dem Mendelpass in Solofahrt und konnte sich als Sieger des MendelRace 2022 eintragen. Auf Platz 2 folgte ihm Franz Wieser (Rodes Val Badia; 39.39 min) und auf dem 3. Platz Simone Capelli (39.56 min;

Lundici Sarco SC).

Bei den Damen war die deutsche Christina Rausch vom Team „Unter – Brao Caffè“ ohne Konkurrenz: sie erreichte das Ziel in einer Zeit von 46.35 min und hatte über 13 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte, ihre Landsfrau Rike Fänger vom Team

„AlpecinRideClub“. Auf Platz 3 klassierte sich die Ukrainerin Olena Barabash (Giuliani Cicli Arco).


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