Ein Jugendbildungsprojekt von wachsender Bedeutung
02. Oktober 2025
Promemoria_Auschwitz: Die Reise der Erinnerung Il viaggio della Memoria
Das Jugendbildungsprojekt Promemoria_Auschwitz: Die Reise der Erinnerung | Il viaggio della Memoria bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich intensiv mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und diese mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen in Beziehung zu setzen.
Herzstück des Projekts ist die Reise nach Krakau vom 2. bis 7. März 2026, einschließlich des Besuchs der Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von 17 bis 25 Jahren und wird in Südtirol von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), Arciragazzi Bozen und MeTe APS durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt durch die Autonome Provinz Bozen (Amt für Jugendarbeit | Ufficio Politiche giovanili | Ofize Sorvisc por la jonëza) sowie die Region Trentino-Südtirol. Neben den Südtiroler Teilnehmenden reisen auch Jugendliche aus dem Trentino und dem Bundesland Tirol mit.
Ein wichtiger Beitrag zur Jugendarbeit
Jugendarbeit ist eine zentrale Säule im Einsatz gegen nationalsozialistische, rassistische, extremistische und totalitäre Tendenzen. Seit 2011 leistet Promemoria_Auschwitz hierzu einen wichtigen Beitrag, indem es Dialogräume zwischen Einzelpersonen und gesellschaftlichen Gruppen eröffnet.
Jährlich nehmen rund 160 Jugendliche aus Südtirol teil – ebenso viele aus dem Trentino und rund 50 aus dem Bundesland Tirol. Über 400 Teilnehmende setzen sich mit der Vergangenheit auseinander und übernehmen Verantwortung für die Zukunft.
Gemeinsam erinnern – gemeinsam handeln
Herzstück des Projekts ist die Reise nach Krakau vom 2. bis 7. März 2026. Auf dem Programm stehen unter anderem: die Besichtigung der Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau, der Besuch des Museums Schindler, ein Rundgang durch das jüdische Viertel Kazimierz und das ehemalige Ghetto. Genauso wichtig sind die umfassenden Vor- und Nachbereitungen des Projektes: Die Teilnehmenden setzen sich mit historischen – auch lokalen – Hintergründen auseinander, reflektieren ihre Erfahrungen und schaffen Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.
Gerade in einer Zeit, in der Hass und Diskriminierung wieder sichtbarer werden – sei es in Europa oder aktuell im Nahen Osten/Palästina –, zeigt das Projekt, dass Erinnerungskultur kein bloßer Rückblick ist. Sie ist zugleich ein Auftrag für Gegenwart und Zukunft, aktiv für Frieden, Menschenwürde und Gerechtigkeit einzutreten.
„Erinnerungskultur bedeutet nicht nur, die Vergangenheit im Blick zu haben, sondern daraus zu lernen, hinzuschauen und aktiv für Menschenrechte und Demokratie einzutreten. Und dies scheint heute notwendiger denn je. Nie wieder heißt nie wieder.“ – Verena Hafner, Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste
Blick in die Zukunft
Ein großes Anliegen der Organisatoren – der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Arciragazzi und MeTe APS – ist der sprachgruppenübergreifende Ansatz: Jugendliche aus den deutsch-, italienisch- und ladinischsprachigen Teilen Südtirols nehmen gemeinsam teil und tauschen sich aus. Darüber hinaus treffen sie in Krakau auf Gleichaltrige aus dem Trentino und Tirol und machen diese gemeinsame europäische Erfahrung.
Die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte stärkt das Bewusstsein, dass Rassismus, Diskriminierung und Gewalt auch heute entschieden bekämpft werden müssen. Erinnerungskultur ist damit immer auch Zukunftskultur – eine Grundlage für eine offene, solidarische und friedliche Gesellschaft.
Eckdaten Promemoria_Auschwitz 2025/2026
- 2. Oktober – 9. November 2025: Online-Anmeldungen (inkl. Motivationsschreiben)
- Mitte November 2025: Schulung der Tutor:innen & Auswahl der Teilnehmenden
- Dezember 2025 – Februar 2026: Vorbereitungstreffen (inkl. Euregio-Vortreffen)
- 2. – 7. März 2026: Reise nach Krakau, Besuch Auschwitz-Birkenau
- 18. –19. April 2026: Nachtreffen in Toblach
Teilnahmebedingungen
- Zielgruppe: Jugendliche von 17–25 Jahren
- Teilnahmebeitrag: 170 € + 10 € ARCI-Mitgliedsbeitrag
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website sowie im beiliegenden Flyer:
www.jugenddienst.it/promemoria_auschwitz - https://arci.bz.it
21. Mai , 18.00 Uhr
Unsichtbare Geschichte. Ein neuer Blick auf das koloniale Sammlungsgut in den Museen der Euregio Am Donnerstag, 21. Mai stellt das Museum MITAG im Palais Mamming Museum Italien und seine Kolonien. Askaris, Uniformen und afrikanisches Erbe in den Museumssammlungen von Trentino-Südtirol vor, das erste Nachschlagewerk, das die kolonialen Kulturgüter kartiert, die in den ...
Als Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit an der Landeshotelfachschule Kaiserhof Meran durfte Katja Haller vom 4. Bis 7. Mai an der vierten Ausgabe der Yerevan Cocktail Week in der Hauptstadt Armeniens teilnehmen. Dabei ging es nicht nur um Cocktails, denn das zentrale Thema in diesem Jahr war die Geschichte eines historisch umkämpften und kulturell sehr reichen Landes. ...
Ein Jahrzehnt voller Lachen, Spielen und Gemeinschaft
Die Kita Nals feiert ihr zehnjähriges Bestehen! Gemeinsam mit Kindern, Familien und Gästen wurde das Jubiläum im Bildungshaus Lichtenburg mit Theater, Spielen und kulinarischen Köstlichkeiten gebührend gefeiert. Ein Ort, an dem Gemeinschaft gelebt wird und Kinder jeden Tag neue Abenteuer erleben. Nals 24.04.26. Dass unter den Kindern der Kita Nals ausgelassene ...
Post&Pixel - Kultur zum Mitnehmen Erfolgreiche Projektpräsentation im Erlebniskeller Rochele in Marling Am 9. April fand im Erlebniskeller Rochele die feierliche Präsentation des Projekts „Post&Pixel – Kultur zum Mitnehmen“ statt. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und wurden zunächst bei einem Umtrunk herzlich empfangen. Im ...

