175 Jahre ist ein besonderes Jubiläum – üblicherweise ein Anlass, um innezuhalten für Rückblick und Reflexion, aber auch, um nach vorne zu schauen. Wir haben Lisi und Erich Ortner, die seit über 50 Jahren das Traditionsgeschäft mit der originalen Nussholzfassade unter den Meraner Lauben leiten, um einem kurzen Rückblick gebeten. Mit David Ortner, der die Nachfolge übernommen hat, sprechen wir über die Zukunft. Herr Ortner, Erfolg kommt nicht von ungefähr. Den muss man sich fast täglich neu...

MS: Die Coronakrise hat uns alle getroffen. Was muss sich in Meran nach Corona ändern? Paul Rösch: Eine interessante Frage – dazu habe ich ein ganzes Buch herausgegeben (lacht). Ich habe den Eindruck, dass die Menschen das Leben mit einer neuen Tiefe und Achtsamkeit erfahren. Bestimmte Entwicklungen hin zu lokalen Kreisläufen oder zur Digitalisierung haben sich beschleunigt. Auch wenn es abgedroschen klingt: In jeder Krise bieten sich auch Chancen. Wenn wir sie nutzen, leben wir danach besser, bewusster und nachhaltiger....

Von Anfang an war das Rad Symbol für Rotary. Genauer betrachtet, ist es ein Zahnrad. Und Zahnräder sind es, die Kräfte übertragen, egal ob es die zierlichen Räder eines Uhrwerks sind oder die gewaltigen Räder im Motorengetriebe eines Ozeandampfers. Zahnräder greifen ineinander, sie bewegen etwas, so wie auch die Mitglieder des Rotary Clubs. Der Rotary Club ist der größte Serviceclub weltweit und verfolgt zahlreiche lokale und internationale Hilfs- und Friedensprojekte. Die größte Errungenschaft des Clubs...

MS: Frau Oberprantacher, Sie folgen auf Herta Torggler als Direktorin bei Kunst Meran. Mit welchen Erwartungen gehen Sie an diese neue Herausforderung? M. Oberprantacher: Ich freue mich sehr, dass mir diese tolle und verantwortungsvolle Aufgabe anvertraut wurde. Gleichzeitig bin ich mir der Herausforderung bewusst, die die Leitung des Kunsthauses mit sich bringt. Es gilt, den Blick auf das Organisatorische, Finanzielle und Inhaltliche gleichermaßen zu richten, denn die Position der Direktion und Geschäftsführung umfasst diese...

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„Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler“, meinte bereits Johann Wolfgang von Goethe Anfang des 19. Jahrhunderts, als er sein Werk „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ vollendete. Auch Elmar Knoll könnte man als schweigsamen Schüler im Sinne von Goethe sehen. Für den ausgebildeten Ingenieur, der sich hauptberuflich mit Baumanagement und Gefahrgut beschäftigt, ist seit der Kindheit das Leben in den Bergen ein ganz besonderes Privileg, das aber auch mit großer Verantwortung einhergeht. In...

Otto von Dellemann ist der langjährige Zentralsekretär des Kolpingwerkes Südtirol, derzeit Vorsitzender des Kolpinghauses Meran und langjähriges Mitglied im Generalpräsidium des Internationalen Kolpingwerkes. Wofür steht Kolping in der heutigen Zeit? O. v. Dellemann: Selbstverständlich hat Kolping sich im Laufe der 170-jährigen Geschichte verschiedene Aufgaben und Prioritäten gesetzt. Immer nach dem Ausspruch Adolph Kolpings selbst „Die Nöte der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist“....

MS: Herr Pardatscher, Ihr Auftrag endet mit den Gemeinderatswahlen, da Ihr Auftrag an das Mandat des Bürgermeisters gekoppelt ist. Was ist Ihr Fazit, wenn Sie Ihre etwas über drei Jahre ausgeübte Tätigkeit als Stadtbaumeister Revue passieren lassen? W. Pardatscher: Da ich denselben Auftrag von 2008 bis 2010 in Bozen innehatte, darf ich behaupten, dass die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Paul Rösch und den Stadträten sehr angenehm und fruchtbar war. Man hat mir fachlich jedwede Freiheit gewährt und mich in meinem...

Schon als Margareth aus dem Schuldienst ausschied, stand für sie fest, dass sie in ihrem künftigen Rentnerdasein nicht zu Hause sitzen und Daumen drehen würde. Und weil das Schreiben und die Sprache schon immer ihre Steckenpferde gewesen waren, ergriff sie vor fast elf Jahren die Gelegenheit beim Schopf, als sich die Möglichkeit bot, gemeinsam mit Helmuth Tschigg und Daniel Pichler den Meraner Stadtanzeiger ins Leben zu rufen. Seitdem liefert sie unter anderem alle zwei Wochen einen Wandervorschlag samt Fotos, der die Leser auf Wanderwegen...

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MS: Herr Cappello, rechnen Sie damit, dass das Südtirol Festival Meran heuer regulär ab Ende August stattfindet? A. Cappello: Laut heutigem Stand der Dinge bin ich sehr zuversichtlich, dass unser Festival auch in diesem besonderen Jahr ein anspruchsvolles und interessantes Programm wird durchführen können. Das Festival beginnt wie immer Ende August, und da die Infektionen bereits deutlich abgenommen bzw. die Neuinfektionen nahezu den Nullpunkt erreicht haben, hoffe ich sehr, dass wir das Schlimmste überstanden haben. Aufgrund der...

Die Coronavirus-Pandemie ändert alle Bereiche des alltäglichen Lebens – regional und global und stellt Gesellschaft, Wirtschaft und Staat gleichermaßen vor enorme Herausforderungen. Der Kulturbereich ist von den Auswirkungen besonders hart getroffen. Theater, Kinos, Museen und Ausstellungen mussten schließen, Konzerte und Veranstaltungen wurden abgesagt– oder in das Internet verlagert. Birgt diese besondere Ausnahmesituation nur Gefahren in sich oder bietet sie der Gesellschaft auch die Möglichkeit für grundlegende...