Editorial 13/2026
Claudia Bellasi und Markus Steiner Ender sind Dokumentarfilmer aus Meran. Ihr jüngstes Werk hat es weit gebracht. The Guardian of Stories lief auf Festivals in Kambodscha, Massachusetts und Nepal, gewann in Dhaka den Preis für den besten Dokumentarfilm und kam beim Bolzano Film Festival Bozen in Europa an. Im Interview sprechen sie über ihre Arbeit und die Kraft fast verlorener Geschichten.
Christian Wenter hat 21 Jahre lang die Geriatrie im Meraner Krankenhaus geleitet – nun übernimmt der renommierte Altersexperte den Vorsitz des Seniorenbeirats der Gemeinde Meran. Was bewegt ihn? Was will er bewegen? Wir haben ihn... weiterlesen
Titelthema
Hüter der vergessenen Stimmen
Claudia Bellasi und Markus Steiner Ender
„Die Geschichten gehören allen“ Es war ein Frühling der besonderen Art für die Meraner Filmemacher Claudia Bellasi und Markus Steiner Ender. Ihr Dokumentarfilm The Guardian of Stories reiste durch die Welt – vom Cambodia International Film Festival über das Massachusetts Independent Film Festival und das Nepal International Film Festival bis nach Dhaka, wo der Film mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Den krönenden Abschluss dieser Festivalreise bildete die Europapremiere beim Bolzano Film Festival Bozen. Der Film begleitet den jungen Geschichtenerzähler Siphai Thammavong auf seiner Reise zu den letzten Hüter:innen der traditionellen Erzählkunst in Laos und dokumentiert seinen Versuch, dieses immaterielle Erbe vor dem Vergessen zu bewahren. Entstanden in Zusammenarbeit mit der Figurentheatergruppe Khao Niew Lao aus Vientiane, wurden zwei der gesammelten Geschichten auch szenisch umgesetzt – als Bühnenadaptionen mit Puppen und Objekten aus lokalen Naturmaterialien. Wir haben Claudia Bellasi und Markus Steiner Ender um ein Interview gebeten und mit ihnen über ihre Arbeit, ihre Leidenschaft für den Dokumentarfilm und die Kraft von Geschichten gesprochen, die fast schon verloren wären. Wie seid ihr zum Dokumentarfilm gekommen, war das eine bewusste Entscheidung oder eher ein schrittweiser Prozess? Die Idee entstand nach einer fünfmonatigen Reise durch Südostasien 2022/23. In Laos begegneten wir dem Geschichtenerzähler... weiterlesen
Der Almenweg unterm Hirzer
Anfahrt : Von Meran ins Passeiertal bis Saltaus, von dort mit der Hirzerbahn bis Klammeben oder mit dem Auto hinter Saltaus rechts ab und hinauf bis Tall (Mittelstation der Seilbahn) und von dort mit der Seilbahn bis Klammeben. Wegverlauf : Von der Bergstation der Seilbahn in Klammeben (1.980 m, Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Klammeben) wenden wir uns nach rechts (Nr. 40) und wandern auf dem nahezu ebenen Weg südwärts bis zur Stafell-Alm (1.940 m, ab Klammeben 20 Minuten, Einkehrmöglichkeit). Kurz vorher steigen wir auf einem schmalen Fußpfad (Hinweis „Almenweg“) etwas steil hinauf und queren dann die weiten Almwiesen nordwärts, wandern danach in einem weiten Bogen hinunter bis zur Tallner Alm (2.050 m, Einkehrmöglichkeit; ab...
Giggelberg – Nasereit – Partschinser Wasserfall
Anfahrt : Nach Rabland und bis zur Texelbahn (zwischen Rabland und Partschins), hier großer Parkplatz; mit dem Bus Nr. 213 bis Partschins und mit dem Bus Nr. 265 weiter zur Texelbahn; mit dem Zug oder Bus bis Rabland und vom Bahnhof bzw. von der Bushaltestelle mit dem Bus Nr. 265 bis zur Texelbahn (633 m). Auffahrt mit der Texelbahn Wegverlauf : Von der Bergstation der Texelbahn (1.544 m) gehen wir hinauf zum etwas höher gelegenen Gasthof Giggelberg (1.565 m, Einkehrmöglichkeit). Dann wandern wir auf dem Weg Nr. 24 (= Meraner Höhenweg) längere Zeit leicht ansteigend und dann durch Wald und über offenes Almgelände bergab zur Schutzhütte Nasereit (1.523 m, Einkehrmöglichkeit; ab Giggelberg 50 Minuten). Auf dem breiten Weg Nr. 8 wandern...
Zum Seebersee
Anfahrt : Von St. Leonhard in Passeier nach Moos und weiter auf der Timmelsjochstraße bis zum Gasthof „Hochfirst“, dann noch ca. 1 km weiter, bis gleich nach einer Rechtskurve links ein ungeteerter Fahrweg (Hinweis: „Parkplatz Seeberalm“) abzweigt, auf diesem mit erhöhter Vorsicht bis zum Parkplatz (1.900 m). Wegverlauf : Vom Parkplatz gehen wir wenige Schritte zurück und steigen auf dem zuerst leicht und dann stärker ansteigenden Fußweg (Nr. 20) über freie Hänge und Wald hinauf zur Almschenke Oberglanegg (2.062 m, Einkehrmöglichkeit; ab Parkplatz 30 Minuten). Nun wandern wir (Markierung Nr. 43 A) in leichtem Auf und Ab, die Gras- und Alpenrosenhänge querend zum höchsten Punkt der Wanderung (ca. 2.100 m)...
Manfred Ebner
Der Meraner Bauingenieur Manfred Ebner ist bei vielen wichtigen Bauten unserer Stadt federführend beteiligt, wie dem Küchelbergtunnel oder der Schnellstraße Meran-Bozen. Auch die Gartenanlagen von Schloss Trauttmansdorff gehen auf seine Pläne zurück. Sieben Jahre dauerte der Bau, seit Juni 2001 ziehen sie jährlich hunderttausende Besucher in ihren Bann. Die mehr als 80 Gartenlandschaften der Gärten von Schloss Trauttmansdorff gehören zu den größten Attraktionen Südtirols. Ob es ohne Manfred Ebner die Gärten von Trauttmansdorff gäbe? Eher nicht, denn er und einige seiner Gartenfreunde hatten die zündende Idee dazu. Die Geschichte der Gärten beginnt mit einem recht zerfallenen Schloss und seinen...
Naif - Schenner Waalweg - Schenna - Meran
Anfahrt: Mit dem Stadtbus 1 A bis zu Talstation der Ifinger Seilbahn(Meran 2000) in der Naif. Wegverlauf: Von der Bushaltestelle (640 m) folgen wir einem schmalen Weg, der entlang der Haflinger Straße kurz aufwärtsführt, bevor wir die Straße überqueren und auf der Asphaltstraße – Hinweis „Schenner Waalweg“ – zu einem Hof in der Nähe von Schloss Vernaun gelangen. Dann wandern wir durch Obstwiesen, immer dem Waal folgend, oberhalb von St. Georgen vorbei bis zum Gasthof Pichler (822 m, Einkehrmöglichkeit - geöffnet bis 07.11. - ab Naif ca. 1 Stunde 30 Minuten). Nun folgen wir der Straße bergab, bis rechts der Weg Nr. 12 mit dem Hinweis „Schenna“ abzweigt....
Schlangen in Südtirol
Wussten Sie, dass alle Schlangen- und Reptilienarten in Südtirol mehr oder weniger gefährdet sind? Die giftige Hornviper ist sogar vom Aussterben bedroht! Eigentlich sind Schlangen nützliche Tiere, weil sie auch bei der Eindämmung von Ratten- und Mäuseplagen helfen können, aber viele Menschen töten diese Tiere beim Wandern oder Pilzesuchen ohne jeglichen Grund. Die zunehmende Verbauung der Umwelt tut ihr Übriges dazu. Von den acht Arten, die es in Südtirol gibt, sind nur 3 giftig und für den Menschen meist ungefährlich. Die giftigen Schlangen Kreuzotter, Aspisviper und Hornviper beißen zur Verteidigung erst im letzten Moment zu, also wenn man trotz warnendem Zischen weiter auf die Schlange zugeht. Beim...
Christian Lanthaler - als Weltklassesportler bei sechs Paralympics
Christian Lanthaler wurde 1966 in Moos in Passeier geboren und wuchs in Ulten als drittes von neun Kindern auf. Nach der Pflichtschule fand er eine Lehrstelle bei einem Goldschmied am Theaterplatz in Meran. Er wohnt in Dorf Tirol und entwirft und gestaltet in seiner Goldschmiede in der Klosterpassage am Rennweg seit nunmehr zehn Jahren Kunststücke aus Gold und Silber. Sein Leben hielt bisher ganz besondere Tief- und Höhepunkte für ihn bereit. Im Alter von fünf Jahren geriet er beim Spielen mit den Beinen zwischen das Drahtseil und die Scheibe einer Seilwinde. Dabei verlor er sein linkes Bein, das rechte konnte gerettet werden. Seitdem bewegt er sich auf Krücken fort. „Meist schneller als so manch anderer auf zwei Beinen“, wirft er...
Gargazon: Kröllturm und Panoramaweg
Anfahrt : Mit dem Bus oder mit dem Auto nach Gargazon (267 m); Parkplätze in der Nähe der Pfarrkirche und der Gemeinde. Wegverlauf : Wir gehen an der Pfarrkirche vorbei zur querenden Hauptstraße und rechts zum Turmwirt, bei dem der Kröllturm-Weg (neue metallene Beschilderung) beginnt. Wir wandern zuerst auf der Asphaltstraße zwischen den Häusern zum Dorfrand hinauf, dann auf dem Fußweg mit der Markierung Nr. 7 weiter zu einer Plattform mit Sitzgelegenheiten und mit Hinweisen zum Etschtal im Jahre 1846, das damals eine riesige Sumpflandschaft war. Wir folgen weiterhin dem ansteigenden Weg, der am Rande der Schlucht hinaufführt zur Abzweigung des zum Wasserfall führenden Weges. Dieser mit Holzgeländer abgesicherte Weg führt...
Die Trauerweide
Die Trauerweide gilt wegen der nach unten hängenden Zweige als Symbol der Trauer, weshalb sie sehr oft in der Nähe von Grabstätten und auf Friedhöfen zu finden ist. Für die alten Griechen und schon Jahrhunderte früher in China symbolisierte der Baum auch junges Leben und Geburt. Andere Baumarten, bei denen die Zweige senkrecht oder schräg nach unten hängen, sind z.B. Buche, Birke, Esche, Japanischer Schnurbaum, Ulme und Zypresse. Aus der großen Anzahl der Arten, Hybriden und gezüchteten Sorten wählen wir zwei Weiden mit eigenwilligem Wuchs aus, die Trauerweide und die Korkenzieher-Weide. Die aus Südost-Asien stammende Echte Trauerweide ( Salix babylonica L.), auch Babylonische Trauerweide genannt, wurde um...
Alte Handwerkskunst
Es ist gegen Mittag, als wir eintreffen. In der Federkielstickerei am Sissiweg in Obermais ist es ruhig, entspannt. Und dennoch kann man die Konzentration spüren, die in der Luft liegt. In der Werkstatt, die 2010 von Luis Thaler, einem gebürtigen Sarner mit 48-jähriger Berufserfahrung, gegründet wurde, entstehen nunmehr Unikate, die nicht nur Einheimische begeistern, sondern ihren Weg in die ganze Welt finden. Tradition und echtes Handwerk wird schließlich überall geschätzt. Aber alles der Reihe nach. Luis Thaler, Sohn von Johann Thaler, stammt aus einer traditionsreichen Sarntaler Familie, die sich mittlerweile in der dritten Generation der „Federkielstickerei“ verschrieben hat. Gelernt hat Luis eigentlich den Beruf des...
Editorial 14/2020
Die Sektion Meran des Alpenvereins feiert heuer ihr 150-jähriges Bestehen. Der Verein wurde 1870 auf Initiative des Kuraten von Vent, Franz Senn, gegründet, damals noch als Sektion des deutschen und österreichischen Alpenvereins. All die Jahre herauf hat der Verein eine wechselvolle Geschichte erlebt. Meran war von Anfang an eine überaus aktive Sektion des Südtiroler Alpenvereins, die sich auch als erste mit dem Bau von alpiner Infrastruktur beschäftigte. Schon 1871 wurde zur leichteren Besteigung des Hirzer der Zugang zur Spitze durch Anlegung eines Weges verbessert und 1874 eröffnete die Sektion feierlich die Hirzerhütte. Neben den zahlreichen weiteren Tätigkeiten der Sektion Meran sei besonders der Bau der Meraner Hütte 1967, der...
Die Korrektur der Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)
Die Altersweitsichtigkeit ist eine Fehlsichtigkeit des Auges, die jeden Menschen ab einem gewissen Alter betrifft. Man versteht darunter die Schwierigkeit eines normalsichtigen Auges oder eines durch Korrektur (z.B. Brille) normalsichtig gemachten Auges, in der Nähe scharf zu sehen. Schuld daran ist die geschwächte Akkomodationsfähigkeit des Auges bzw. die altersbedingte Versteifung der Augenlinse. Die Augenlinse verliert im Laufe des Lebens ihre Flexibilität, im Alter von ca. 60 Jahren ist sie in der Regel komplett steif. Deshalb kann das Auge nicht mehr auf verschiedene Punkte, ob in der Nähe oder in der Ferne, scharf stellen. Gerade Menschen, die bis zum kritischen Alter von circa 45 Jahren noch keine Brille haben tragen müssen, leiden sehr...





