41 km/h sind zu langsam – und 2038 ist zu spät für den Zug-Ausbau Meran-Bozen
Junge Generation SVP Burggrafenamt
12. Juni 2026
Die Junge Generation Burggrafenamt fordert: „Mehr Tempo – auf der Schiene und vor allem beim Ausbau.“ „Wenn ein Zug zwischen den zwei größten Städten des Landes, Meran und Bozen, im Durchschnitt nur rund 41 km/h schafft, dann hat das nichts mit zeitgemäßem öffentlichem Nahverkehr zu tun“, sagt Peter Tirler von der JG Meran. Je nach Verbindung braucht der Zug heute meist 50 Minuten von Meran nach Bozen. Für eine der wichtigsten Mobilitätsachsen Südtirols ist das schlicht zu langsam. Die bestehende Infrastruktur wurde in ihren Grundzügen noch vor dem Ersten Weltkrieg konzipiert und seither nur dort erweitert, wo es dringend notwendig war. Mehr gibt diese Strecke heute kaum noch her. „Wer täglich pendelt, kennt das Spiel: Verspätung hier, Ausfall dort, Anschluss weg, Geduld am Ende“, sagt Hannes Wieser, Vorsitzender der Burggräfler JG. „Wenn ein Zug 15 Minuten Verspätung hat, fällt der nächste häufig aus, weil die einspurige Strecke ansonsten verstopft würde.“ Deshalb braucht es den zweigleisigen Ausbau. Nicht irgendwann, nicht gemütlich, sondern mit echter Priorität. „Es kann nicht sein, dass bei einem der wichtigsten Mobilitätsprojekte des Landes plötzlich das Jahr 2038 im Raum steht. 2038? Da sind heutige Grundschüler fast mit dem Studium fertig“, sagt Kevin Pichler, Vorsitzender des Mobilitätsausschusses der JG. Die JG fordert daher: Dieses Projekt muss beschleunigt werden. Südtirol braucht nicht nur schnellere Züge, sondern auch schnellere Entscheidungen. Der zweigleisige Ausbau wäre kein Luxus für Meran und Bozen. Er wäre ein Vorteil für die gesamte Achse. In Vilpian und Sigmundskron könnte der Zug künftig regelmäßig im Halbstundentakt halten. Auch Terlan und die Orte dazwischen würden endlich eine stabilere, verlässlichere und attraktivere Verbindung bekommen. Zudem würde auch das Vinschgau profitieren: Von Naturns aus wäre Bozen in knapp 45 Minuten erreichbar. Natürlich ist ein Bahnausbau komplex. Niemand verlangt, dass morgen früh um sieben ein zweites Gleis aus dem Boden wächst. Aber ein bisschen historische Einordnung darf schon sein: Die Grödner Bahn von Klausen ins Grödental wurde vor über hundert Jahren in weniger als sechs Monaten gebaut. Unter völlig anderen Bedingungen, ja. Aber trotzdem bleibt die Frage erlaubt: Warum brauchen wir heute für eine so zentrale Strecke so lange? Südtirol kann schneller. Südtirol muss schneller. Wer die Verkehrswende ernst meint, darf den Menschen nicht nur sagen, sie sollen auf den Zug umsteigen. Man muss ihnen auch einen Zug anbieten, der pünktlich, häufig und schnell genug ist, damit sie es wirklich tun. Klimaschutz beginnt nicht mit Sonntagsreden, sondern mit einem Fahrplan, der funktioniert. 41 km/h sind zu langsam. 2038 ist zu spät. Und zwölf weitere Jahre Warten sind für eine der wichtigsten Bahnlinien Südtirols einfach nicht akzeptabel. Die JG fordert deshalb: Mehr Geschwindigkeit für die Meraner Bahnlinie – beim Zug, beim Ausbau und in der politischen Umsetzung. “Der Ausbau der Bahnverbindung zwischen den beiden größten Städten Südtirols ist ein Gewinn für alle. Schnellere Reisezeiten machen den öffentlichen Nahverkehr attraktiver, steigern die Lebensqualität der Bevölkerung und bieten auch Touristen eine nachhaltige Alternative zum Auto. Der Ausbau der Bahnstrecke Meran - Bozen ist einer der wichtigsten Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz”, schließt Marja Prantl von der JG Burggrafenamt.
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