Grüne Stadtliste Meran legt 10-Punkte-Plan vor
Stillstand beenden und eine mutige Wohnbaupolitik in Angriff nehmen
12. März 2025
Die Wohnungssituation in Meran ist angespannt, leistbare Mietwohnungen sind Mangelware. Die Grüne Stadtliste Meran hat daher ein 10-Punkte-Programm entwickelt, um den Wohnungsmarkt nachhaltig zu entlasten. „Die bisherige Stadtregierung hat durch ihren Streit und ihre Planungsfehler kaum etwas vorangebracht. Es ist höchste Zeit, das Chaos der letzten Jahre zu beenden – mit einer vorausschauenden Wohnbaupolitik, die den Meranerinnen und Meraner zugute kommt", erklärt Bürgermeisterkandidatin Ulli Ceresara.
1) Urbanistik-Chaos beenden
„Meran braucht eine klare und nachhaltige Stadtentwicklung, die für Planungssicherheit sorgt und bezahlbaren Wohnraum schafft", betont Spitzenkandidatin Julia Dalsant. Die Grüne Stadtliste Meran will den Wohnbedarf und den Leerstand systematisch erheben, damit die zukünftige Stadtentwicklung nachhaltig und faktenbasiert erfolgt. Anstatt an einem Flickenteppich zu arbeiten muss endlich klar erhoben werden, wie sich die gesamte Stadt entwickeln soll und das Gemeindeentwicklungsprogramm angegangen werden.
2) Mehr Mietwohnungen für Meran
Brachen wie das Ex-Marinello-Areal, Ex- Cafa oder die Kaserne bieten Potenzial für neuen Wohnraum. „Es braucht einen ausgewogenen Mix aus Eigentums-, Miet- und WOBI-Wohnungen. Damit sorgen wir für soziale Durchmischung und bieten allen Menschen in Meran die Chance auf erschwingliche Wohnungen. Die bisherige Stadtregierung hat mehrere Verfahrens- und Planungsfehler begangen und den Interessen der Investoren nachgegeben. Wir werden grundlegend planen – und zwar so, dass am Ende leistbares Wohnen garantiert ist", so Dalsant.
3) Gemeindeeigene Wohnungen effizient nutzen
Teile der fast 300 gemeindeeigenen Wohnungen stehen leer, einige davon seit 1-2 Jahren. „Die Stadt muss diese Wohnungen schneller sanieren, um den Wohnungsmarkt zu entlasten, und zu leistbaren Preisen gezielt für Meraner Familien bereitstellen", fordert Kandidat Christian Troger.
4) Runder Tisch für eine nachhaltige Wohnpolitik
„Meran braucht einen kontinuierlichen Austausch zwischen Gemeinde, Land, WOBI und Genossenschaften, um gemeinsam Lösungen für die Wohnungsnot zu entwickeln", betont Kandidat der Grünen Stadtliste Christian Troger.
5) GIS anpassen
Um Anreize für langfristige Vermietungen zu schaffen, soll die GIS für Wohnungen mit registrierten Mietverträgen gesenkt, gleichzeitig aber für touristische Kurzzeitvermietungen erhöht werden. „Die Gemeinde muss hier aktiv steuernd eingreifen, um das Vermieten wieder attraktiv zu gestalten", so Gemeinderätin Kieser Olivia.
6) Leerstand managen
Mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm wird die Grüne Stadtliste Meran auch den Leerstand in Meran erheben. Zudem soll eine Ansprechperson in der Verwaltung Leerstände erfassen und bei der Vermittlung behilflich sein. “Leerstehender Wohnraum ist vergeudeter Wohnraum” betont Gemeinderätin Kieser.
7) Strenge Kontrollen bei Kurzzeitvermietung
„Meran hinkt bei den Kontrollen von Airbnb & Co. hinterher. Die Gemeinde muss hier endlich konsequent handeln und Missbrauch unterbinden. Dies betrifft auch die konventionierten Wohnungen", kritisiert Spitzenkandidat Montali. Dies soll durch gezielte Kontrollen und stärkeren Miteinbezug der Agentur für Wohnbauaufsicht geschehen.
8) Wohnen mit Preisbindung und neue Wohnmodelle fördern
Ein Reglement für preisgebundenes Wohnen soll jungen Familien und Einzelpersonen eine langfristige Perspektive bieten. „Wir brauchen Entscheidungsfreude und Umsetzungswillen, damit Wohnen mit Preisbindung ein wirksames Instrument wird", so Bruno Montali.
9) Sicher vermieten
Die Grüne Stadtliste Meran fördert sicheres Vermieten. Es soll geprüft werden, ob es in Zukunft möglich wäre eine Zwischenstelle, die vom Land mitunterstützt wird, auf Gemeindeebene einzurichten. Sie soll bei der Bürokratie unterstützen und zwischen Mieter*innen und Vermieter*innen vermittelt. Bei Mietausfällen könnte diese Stelle einspringen. “Vermieter*innen brauchen mehr Sicherheiten und in Vorarlberg ist dies ein bewährtes Modell, von welchem Meran lernen kann”, sagt Julia Dalsant.
10) Mehrgenerationenwohnen fördern
Die leerstehenden Schulen in Gratsch, Sinich und Maria Ward sind ungenutzte Ressourcen, die endlich sinnvoll eingesetzt werden müssen. „Hier sollten Cohousingprojekte, z.B. Mehrgenerationenhäuser entstehen, um Jung und Alt in einer unterstützenden Gemeinschaft zusammenzubringen", sagt Kieser. Die Grüne Stadtliste Meran will die entsprechenden Projekte, die unter der Rösch-Regierung gestartet wurden, wieder aufnehmen.
Die Grüne Stadtliste Meran setzt sich dafür ein, dass Wohnen in Meran wieder leistbar wird und die Stadt sich städtebaulich nachhaltig weiterentwickelt. "Wir wollen Ordnung in die verfehlte Politik der letzten Jahre bringen und Meran auf einen zukunftsfähigen Weg führen", fasst Dalsant zusammen.
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