Grüne Stadtliste: Wohnungsnot: Kein Freibrief für planlose Bauwut von Investoren
18. März 2026
Bei der nun anstehenden Prüfung und Genehmigung diverser Großprojekte muss unter Einbeziehung der Bevölkerung sichergestellt werden, dass sich unsere Stadt urbanistisch organisch und sozial verträglich weiterentwickelt. Auch muss garantiert werden, dass tatsächlich benötigter Wohnraum preisgedeckelt (Miet- und Eigentumswohnungen) entsteht.
Derzeit liegen Projekte für den Bau von 800 bis 1000 Wohnungen auf. Alle betreffen die Umwandlung von Gewerbezonen in Mischgebiete und alle sehen eine für Mischgebiete unverhältnismäßige Dichte von 5 m³/m² bis 7,5 m³/m² vor. Auffallend ist bei einigen auch die exorbitante Höhe von 30 bis 40 Meter, die für die Meraner Architektur völlig neu ist.
Sollten sie so verwirklicht werden, hätte dies massive negative Auswirkungen auf das Stadtbild und auf das soziale Gefüge. Durch die derzeit praktizierte Einzelfallprüfung der Projekte (so wurden zum Beispiel in der Postgranz Gritsch- und anliegendes Edyna-Areal getrennt behandelt), fehlt eine organische Gesamtschau.
Deshalb fordern die Grünen vor etwaigen Genehmigungsschritten eine öffentliche Diskussion, eventuell auch im Beisein des Gestaltungsbeirates, wie sich die Stadt Meran angesichts der Großprojekte sozial und urbanistisch harmonisch weiterentwickeln kann. Sie fordern die Stadtverwaltung auf, die für diese Planung nötigen Erhebungen endlich durchzuführen, wieviel Wohnungen in Meran derzeit leer stehen und wieviel Wohnungen (Eigentumswohnungen/Mietwohnungen und zu welchen Preisbedingungen) gebraucht werden.
· Sie fordern, dass zur Prüfung der Umwidmung des Bauleitplans der jetzt zur Behandlung anstehenden Projekte (Edyna Areal, Torggler Areal) der Gestaltungsbeirat von Anfang an mit einbezogen wird, wie von der Meraner Bauordnung vorgesehen. Es macht keinen Sinn, wenn man zuerst Dichte und Höhe genehmigt und dann den Gestaltungsbeirat fragt, wie er die Baumasse am besten unterbringen will. Der Gestaltungsbeirat möge auch die Möglichkeit bekommen, sich nicht nur zur Einzelfallprüfung zu äußern, sondern die Projekte in ihrem Zusammenhang und ihre Einbettung in das städtische Gefüge und Umfeld bewerten zu können
Sie fordern, dass bereits zu Beginn der Planung transparent vermittelt wird, wieviel an leistbarem Wohnraum (Eigentum und Miete) tatsächlich entsteht.
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