Grüne Stadtliste

Leerstehende Gemeindeimmobilien

13. November 2025

Leerstehende Gemeindeimmobilien: Grüne Stadtliste fordert Nutzung für sozialen Wohnraum

Meran verfügt über zahlreiche Gebäude, die derzeit ungenutzt sind, wertvolle Flächen, die dringend benötigten Wohnraum oder soziale Einrichtungen bieten könnten. Die Grüne Stadtliste Meran pocht auf Transparenz und konkrete Schritte zur Nutzung dieser Immobilien.

 

Im Zuge der Verhandlungen rund um den Pferderennplatz sind mehrere Gebäude vom Land an die Gemeinde übergegangen, darunter das ehemalige Unfallkrankenhaus L. Böhler, Teile des Maria-Ward-Komplexes sowie ein Teil des Gerichtsgebäudes am Kornplatz. Hinzu kommen weitere brachliegende Liegenschaften wie die ehemalige Tankstelle in der Piavestraße, die Schule in Gratsch und die ehemalige Schule in Sinich.

„Es kann nicht sein, dass Gebäude leer stehen, während in Meran so viele Menschen händeringend nach einer leistbaren Mietwohnung suchen“, so Gemeinderätin Julia Dalsant. „Diese Immobilien sind ein Schatz, der endlich sinnvoll genutzt werden muss: für sozialen Wohnbau, Bildungseinrichtungen, Wohngemeinschaften oder Mietwohnungen für junge Menschen. Es gibt immer noch kein Leerstandsmanagement in Meran.“

Besonders unverständlich sei, dass einige der genannten Flächen bereits seit Jahren ungenutzt bleiben. „Von der geplanten Errichtung von Arbeiter*innenwohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle in der Piavestraße ist seit Monaten nichts mehr zu hören. Auch bei den Gebäuden in Gratsch und Sinich gibt es keine klare Perspektive. Wir fragen uns, ob die Gemeinde wertvolles Eigentum verkaufen will“, merkt Vize- Fraktionssprecher Montali Bruno an.

Mit einer umfassenden Anfrage im Gemeinderat wollen die Grünen nun Antworten erhalten:

Welche Pläne verfolgt die Stadtregierung für das ehemalige Böhler-Gebäude und das frühere Gericht am Kornplatz?

Wie steht es um die Nutzung des Maria-Ward-Komplexes und die Verhandlungen mit dem Deutschorden?

Wie weit sind die Projekte in der Piavestraße und im Zarenbrunn-Komplex, wo das sogenannte Chancenhaus entstehen sollte?

Wie viele gemeindeeigene Wohnungen stehen derzeit leer oder werden saniert?

„Während die Wohnungsnot in Meran weiter zunimmt, darf die Stadtregierung nicht länger zusehen, wie wertvolle Gebäude leer stehen oder verkauft werden“, so die Grünen abschließend. “Meran braucht eine klare Strategie für die Nutzung kommunaler Immobilien, mit dem Ziel, leistbaren Wohnraum zu schaffen und bestehende Ressourcen endlich klug zu nutzen. Bisher gab es dazu nur Ankündigungen, während sich die Wohnsituation weiter zu spitzt. Dies bestätigt auch die Pressekonferenz der Südtiroler Caritas, welche in diesen Tagen darauf hingewiesen hat, dass Wohnungsnot wieder ins Zentrum rücken muss. Die Schaffung von Mietwohnungen muss in Meran oberste Priorität haben!“


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