SVP JG Burggrafenamt: Universität gehört nach Meran

14. April 2026

Die Junge Generation (JG) Burggrafenamt spricht sich erneut für die Ansiedlung eines universitären Angebots in der zweitgrößten Stadt Südtirols aus. Aus Sicht der Organisation wäre ein erster sinnvoller Schritt die Wiedereinführung und Weiterentwicklung jener höheren Fachhochschule im Tourismus, die von 1987 bis 2019 erfolgreich am Kaiserhof in Meran bestand und nur aufgrund der Corona- Pandemie eingestellt wurde. Ziel wäre ein praxisnaher Bachelorstudiengang im Tourismus.

Die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme seien nach wie vorgegeben: Fachliches Know-how ist vorhanden, ebenso die notwendige Infrastruktur – einschließlich spezialisierter Einrichtungen wie Lehrküchen. Ein Neustart könne somit unmittelbar auf bestehenden Strukturen aufbauen.

Kritisch bewertet die JG Burggrafenamt aktuelle politische Überlegungen, wonach dieser Lehrgang nach Bruneck verlagert werden soll, nachdem dort das universitäre Angebot eingestellt wurde. „Anstatt bestehende Strukturen in Meran effizient zu nutzen, würde ein funktionierendes Modell verlagert und an einem anderen Standort neu aufgebaut“, erklärt Hannes Wieser, Vorsitzender der Jungen Generation im Burggrafenamt.

Für die JG Burggrafenamt wirft dieses Vorgehen grundlegende Fragen auf: Warum ein funktionierendes Modell verlagern? Warum vorhandene Ressourcen nicht nutzen? Aus Sicht der Organisation entsteht der Eindruck, dass standortpolitische Überlegungen stärker gewichtet werden als sachliche Argumente.

“Ein universitärer Standort stärkt nicht nur die Ausbildung, sondern wirkt aktiv gegen die Abwanderung junger Menschen und sichert langfristig Fachkräfte für die regionale Wirtschaft”, schließt Kevin Pichler von der Meraner-JG.

Abschließend hält die JG Burggrafenamt fest: Bestehende und funktionierende Strukturen in Meran sollten genutzt und weiterentwickelt werden, anstatt sie ungenutzt zu lassen. Eine nachhaltige Bildungspolitik müsse auf vorhandenen Ressourcen aufbauen.

Meran verfüge über die notwendigen Voraussetzungen – nun liege es an der Politik, entsprechende Entscheidungen zu treffen.


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