Verwaltungsprogramm Ulrike Ceresara
31. März 2025
Ulli Ceresara stellte kürzlich ihr Verwaltungsprogramm für die kommende Amtsperiode vor. „Die Meraner Stadtpolitik muss wieder die Menschen mit ihren Bedürfnissen, Sorgen und Wünschen in den Mittelpunkt stellen“, so die gemeinsame Bürgermeister-Kandidatin von Grüner Stadtliste, PD, Team K, der Linken sowie dem M5S.
„Wir stehen für eine unabhängige Politik, die nicht bestimmten Interessensgruppen oder Lobbys dient, sondern selbstbewusst das Allgemeinwohl, die Solidarität und das Zusammenleben der Sprachgruppen in den Mittelpunkt
stellt“, so Ulli Ceresara. Neben ihrem Engagement für ein lebenswertes Meran verbindet die 89 Kandidatinnen und Kandidaten auf den fünf Listen des Mitte-Links-Bündnisses eben genau ihre Menschlichkeit und ihre Zuverlässigkeit, so die Bürgermeister-Kandidatin. „Die Meranerinnen und Meraner können sich sicher sein: Wir nehmen alle mit und lassen niemanden im Stich. In einer wohlhabenden Stadt wie Meran hat jede und jeder das Recht auf die eigene Chance, glücklich zu sein.“ Das Verwaltungsprogramm ist in acht große Kapitel unterteilt und umfasst hunderte konkrete Maßnahmen und Vorschläge. Bevor die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der fünf Listen je einen Aspekt daraus erläuterten, hob Ceresara die Punkte Mobilität und Sicherheit hervor. „Wir wollen die Straßen und die Menschen vom Verkehr und von Staus entlasten. Jedes Stadtviertel und jeder Ort in Meran sollten auch ohne Auto bequem und sicher erreichbar sein“, so Ceresara. „In Meran sollen sich außerdem alle Menschen sicher und wohl fühlen können. Wir brauchen gezielte Unterstützung für die Polizei, aber auch Projekte zur Gewaltprävention.” Julia Dalsant von der Grünen Stadtliste stellte die Grundsätze zur Stadtplanung vor. Meran brauche ein behutsames Wachstum, bei dem die Interessen des Mittelstands genauso Berücksichtigung finden, wie jene der kommenden Generationen und der Natur. „Dazu gehört ein Management des Leerstands und der Erhalt wertvoller Gebäude und ihrer Gartenanlagen sowie eine Garantie dafür, dass in Meran endlich wieder leistbare Mietwohnungen entstehen“, so Dalsant. Bei der Planung und Neugestaltung der brachliegenden Areale, wie etwa Cafa oder Torggler, das Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Böhlers oder die Kasernen, muss die Gemeinde das Zepter in der Hand halten, nicht private Investoren.
Im Alltag vieler Menschen und im Stadtbild ist die Entsorgung von Müll ein großes Problem, berichtete der PD vom regen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Müllgebühren sind gestiegen, zugleich wurde die Sammlung von Altkleidern eingestellt, und in den Straßen türmen sich an manchen Tagen Kartonberge. „Es braucht eine bessere Kommunikation, zum Beispiel über Broschüren in verschiedenen Sprachen. Und wir wollen einen effizienteren Dienst, wie die Sammlung von Biomüll von Tür zu Tür in allen Stadtvierteln“, so Giuseppe Panusa von der Demokratischen Partei.
Ein zentrales Kapitel im gemeinsamen Verwaltungsprogramm ist Meran als Wirtschaftsstandort mit Zukunft. „Wir wollen in einer innovativen Stadt leben und arbeiten, die Angestellten und Unternehmen Chancen zur Entfaltung bietet“, so Robert Ladurner vom Team K. Dazu unterstütze man besonders jene Betriebe, welche ihren Angestellten unbefristete Arbeitsverträge bieten und die regionalen Kreisläufe stärken. „Wir werden bei öffentlichen Ausschreibungen noch stärker auf Qualität setzen, damit Betriebe und Handwerker vor Ort in der Gemeinde einen starken und stabilen Partner finden“, so Robert Ladurner vom Team K. Die Nutzung und ansprechende Gestaltung des öffentlichen Raums ist für eine offene und liberale Stadt wie Meran entscheidend. Dazu zählen Plätze und Straßen, aber auch eine neue Bibliothek und zusätzliche Büroräume fürs Coworking. Lukas Gioga von der Partei „Die Linke“ betonte daher, dass die bürokratischen Auflagen v.a. für kulturelle Darbietungen vereinfacht werden sollten. „Um das kreative Potenzial der Jugend zu fördern, wollen wir jungen Menschen Räume zur Verfügung stellen, die sie selbst verwalten können. Das Gebäude im Besitz der Gemeinde auf dem Vigiljoch z. B. bietet sich dafür bestens an“, so Gioga. Gianfranco Pizzuto von der Fünf Sterne Bewegung unterstrich abschließend, dass Politik auch eine Frage der Methode sei. Die Menschen in Meran müssten wieder über die Realisierung wesentlicher Projekte mitbestimmen, zum Beispiel über Befragungen und innovative Methoden wie Bürgerräte. „Ein guter Nachbar macht das Leben leichter. Daher fördern wir Nachbarschaftshilfe, das Ehrenamt und die Stadtviertelräte, u.a. durch eine Verdoppelung ihres Budgets“, so Pizzuto. Bürgermeister-Kandidatin Ulli Ceresara dankte abschießend allen Partnern für die konstruktive Erarbeitung der politischen Leitlinien. „Der ständige Streit in der Regierung Dal Medico-Zeller hat für Meran zu Stillstand und zu einer verlorenen Zeit geführt. Wir stehen für eine andere, sprachgruppenübergreifende Politik des Respekts und der Wertschätzung: Unser breites Mitte-Links-Bündnis ist der Garant dafür, dass Meran endlich wieder aufblüht.“
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