Buchvorstellung Dr. Roger Pycha

Depression - viel mehr als Traurigkeit von Dr. Roger Pycha

15. September 2025

Der 1. Oktober ist Tag der Depression, der 10. Oktober Tag der psychischen Gesundheit

Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Dabei sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Aus Schamgefühl, Verdrängung oder Unwissenheit suchen viele Betroffene keinen Arzt auf. Viele davon sind sich deshalb auch nicht sicher, ob sie unter der psychischen Erkrankung leiden. Generell ist Depression eher ein Tabuthema, weshalb die meisten Menschen sich im Umgang mit der Krankheit schwertun. Sind Schlafstörungen schon Vorboten einer Depression? Ab wann ist Trauer pathologisch? Und können Störungen der Merkfähigkeit auch depressive Symptome sein?
Roger Pycha teilt in seinem 2022 bei Athesia erschienenen Buch „Depression“ seine Expertise und Erfahrung als Psychiater mit und klärt über die Ursprünge der Erkrankung auf. Er weist darauf hin, dass die Depression nach Schätzung der WHO ab 2030 die Weltkrankheit Nummer 1 sein wird, noch vor allen körperlichen Erkrankungen. Er schildert auch mit Fallberichten die Kennzeichen und Symptome des dunklen Leidens, und entwickelt Möglichkeiten der Vorsorge, der Sebsthilfe und der Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Für seine Fallberichte verwendet er Pseudonyme, nur ein Mensch kommt im Buch nach ausdrücklicher Erlaubnis mit seinem wirklichen Namen vor: Richard Santifaller.

 

 

Dr. Roger Pycha

promovierte 1985 in Innsbruck, war u.a. als Assistenzarzt in Chur und als Oberarzt an der Innsbrucker Uniklinik tätig. Zwischen 1999 und 2018 war er Direktor des psychiatrischen Dienstes in Bruneck, seit 2018 Leiter des psychiatrischen Dienstes in Brixen. Er ist Koordinator der Europäischen Allianz gegen Depression in Südtirol und Italien, hat die Südtiroler Arbeitsgruppe für Suizidprävention und das 2017 entstandene Netzwerk Suizidprävention mitbegründet, ist Lehrtherapeut des Südtiroler Institutes für Systemische Forschung und Therapie sowie Mitglied der Südtiroler Selbsthilfeorganisation psychisch Kranker „Lichtung/Girasole”. Seit 2023 leitet er das Südtiroler Netzwerk für Essstörungen EATNET.

Richard Santifaller hat im Verlauf seines Lebens wiederholt die Erfahrung einer schweren Depression machen müssen. Sie hat ihn aus seinem Lehrberuf geworfen, ihn immer wieder ins Krankenhaus gebracht. Er hat mit Medikamenten, Psychotherapie, Elektrokonvulsion, mit Meditation, Sport, Philosophie und Spiritualität dagegen angekämpft. Seit mehr als 11 Jahren ist er psychisch stabil und arbeitet inzwischen erfolgreich im Gesundheitsbezirk Brixen mit. Er ist im Ausschuss des Verbandes der Angehörigen psychisch Kranker „Ariadne“ tätig.

 


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