Frühe Hilfen im neuen Kleid

25. November 2024

 

Am 10. Oktober 2024 fand das jährliche Netzwerktreffen der Frühen Hilfen Burggrafenamt im Krankenhaus Meran statt. Zahlreiche Netzwerkpartner aus dem Soziosanitären- und Kleinkinderbetreuungs- und Bildungsbereich folgten der Einladung, um sich weiterzubilden, und sich mit dem Frühen Hilfen Team und den anderen Netzwerkpartnern auszutauschen. Eine gute Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch mit den Netzwerkpartnern ist von zentraler Bedeutung für die Frühen Hilfen, denn ohne die zahlreichen Netzwerkpartner wäre es nicht möglich, den Familien so ein großes Angebot an Ressourcen aus den verschiedenen Fachbereichen anzubieten.

Das Netzwerktreffen wurde mit einem fachlichen Input zum Thema Post Partum Depression und dessen Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung umrahmt. Psychologin Dr.in Berta Walder vom Psychologischen Dienst Meran führte aus, dass die meisten Frauen nach der Entbindung ein mehr oder weniger ausgeprägtes, v.a. hormonell bedingtes, Stimmungstief, den sogenannten Babyblues, erleben, der meist nach einigen Tagen abklingt. Ein geringer Anteil der Mütter erholt sich nicht davon und entwickelt eine Postpartum Depression, in seltensten Fällen eine Postpartum Psychose. Die Postpartum Depression geht mit einer mangelnden Feinfühligkeit einher, die den Aufbau eines sicheren Bindungsmusters seitens des Kindes verhindert, was sich entsprechend negativ auf die Beziehungsfähigkeit im späteren Leben auswirkt. Gezielte interdisziplinäre Maßnahmen und konkrete Unterstützung der primären Bezugspersonen in dieser delikaten Phase ermöglichen es der Familie, sich psychisch gesund zu entwickeln.

Die Frühen Hilfen wurden in den letzten zweieinhalb Jahren im Burggrafenamt aufgebaut, sprich die bestehenden qualitätsvollen Angebote für Familien mit Kindern bis zu drei Jahren wurden besser vernetzt, so dass interessierte Familien nun über eine einheitliche Telefonnummer und E-Mailadresse zeitnah und gezielt Informationen zu Unterstützungs- und Hilfsangeboten bekommen.  

Im Jahr 2024 haben sich bis Anfang Oktober 42 Familien aus dem Burggrafenamt an das Frühe Hilfen Team gewendet. Dabei wurden 25 Familien für einen bestimmten Zeitraum intensiver begleitet und 17 Familien holten Informationen zu Diensten und Ressourcen ein. Bei Letzteren wurden in Folge eines Erstgesprächs, in dem der Bedarf der Familie geklärt wurde, gezielte Hilfsangebote angebahnt, wie Family Support, Kursangebote für Kinder, Begleitung zu verschieden Diensten, Informationen zu finanziellen Unterstützungen, aber auch Beratung zu Erziehungsthemen gegeben. Denn die Hauptanliegen der Familien betrafen bisher die Alltagsbewältigung, die Überlastung und die erhöhten Fürsorgeanforderungen von Seiten des Kindes. Interessierte Familien aus dem Burggrafenamt können über die einheitliche Telefonnummer +39 335 144 77 15 oder die E-Mailadresse [email protected] zeitnah und gezielt Informationen zu Unterstützungs- und Hilfsangeboten bekommen.  Allgemeine Informationen zum System “Frühe Hilfen” erhält man unter: https://www.provinz.bz.it/familie-soziales-gemeinschaft/kinder-jugendhilfe/fruehe-hilfen-suedtirol.asp.     Seit Juni 2024 hat das südtirolweit installierte Frühe Hilfen System dieses neue Logo.


  Vorbeugen ist der beste Schutz vor Hautkrebs Anlässlich des Europäischen Melanoma ‑ Tages am 11. Mai macht die Südtiroler Krebshilfe auf die Bedeutung der Hautkrebsvorsorge aufmerksam. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Europa. In Südtirol ist das Risiko besonders hoch: Intensive Sonneneinstrahlung, die alpine Höhenlage ...

Mehr lesen

Wer sorgt für mein Kind, wenn ich es nicht mehr kann? Diese Frage beschäftigt viele Eltern von Menschen mit Beeinträchtigung. Die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ begleitet Familien in ganz Südtirol dabei, gemeinsam frühzeitig verbindliche Lösungen zu entwickeln und Selbstbestimmung für betroffene Menschen langfristig abzusichern. Ein Jahr ...

Mehr lesen

Netzwerktreffen „Frühe Hilfen Burggrafenamt“ thematisiert miterlebte Gewalt im frühen Kindesalter Meran – Beim Netzwerktreffen der Frühen Hilfen Burggrafenamt am 19. November 2025 kamen Fachkräfte aus dem Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der frühen Unterstützung von ...

Mehr lesen

  Essstörungen zählen zu den tödlichsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Besonders dramatisch wird die Lage, wenn der Body-Mass-Index unter die Schwelle von 13 fällt: In diesem Bereich gerät der Körper in einen akuten Notzustand, lebenswichtige Organe sind massiv gefährdet, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen und irreversible ...

Mehr lesen
Gasthof Pension Cafe GreitererhofBestattung Theiner in MeranSchlafsysteme · Matratzen · Möbel
Ausgabe 11 Blättern
Meraner Stadtanzeiger 11/2026