Bekannt. Gefilmt. Ungestraft.
Im Frühling 2026 von Der Stieglitz
Eine Handvoll Jugendlicher reicht aus, um Merans Innenstadt (wieder mal) in Alarmstimmung zu versetzen. Acht der zehn Tatverdächtigen sind minderjährig, alle aus dem Burggrafenamt. Man kennt sie, man filmt sie, man identifiziert sie. Die 220 Kameras tun ihren Dienst - die Ordnungskräfte könnten, ja müssten, deutlich mehr daraus machen.
Bürgermeisterin Zeller reagiert – und das rechnet ihr Stieglitz hoch an. Während andere bislang weggeschaut oder die Verantwortung abgeschoben haben, stellt sie sich der Lage! Sie koordiniert, benennt das Problem beim Namen und nimmt Präfektur, Quästur, Sozialdienste und Jugendstaatsanwaltschaft konsequent in die Pflicht. Das war bisher keine Selbstverständlichkeit – und verdient Anerkennung.
Zeller weiß aber auch: Kameras und Polizeiarbeit allein reichen nicht. Ihr klares Bekenntnis zu einer flächendeckenden, systematischen Präventionsstrategie – nicht punktuell, sondern strukturell – ist der richtige und überfällige Schritt. Die Ankündigung steht. Jetzt müssen Taten folgen.
Meran hat eine Bürgermeisterin, die anpackt. Jetzt muss auch die Polizei liefern: Identifizieren reicht nicht. Die verfügbaren Sicherungsmaßnahmen müssen konsequent und vollständig ausgeschöpft werden. Wer die Gemeinschaft bedroht, muss Konsequenzen spüren. Punkt.