Editorial 09/2026
Im Frühling 2026 von Eva Pföstl
Manchmal verdichtet sich das Stadtleben zu Momenten, in denen man spürt: Hier passiert gerade etwas. Der Mai ist so ein Moment für Meran.
Der Salzburger Stier, der Oscar des Kabaretts, kehrt zum dritten Mal in die Kurstadt zurück. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Dass RAI Südtirol und der Kunstverein Kallmünz dieses renommierte Format erneut in den Kursaal bringen, ist ein Zeichen dafür, welchen kulturellen Stellenwert Meran längst errungen hat.
Gleichzeitig wächst unter den Tribünen des alten Pferderennplatzes still und beharrlich etwas heran: MIND, das Innovationszentrum, das Ideen nicht nur willkommen heißt, sondern ihnen Wurzeln gibt. Ein Ort, der zeigt, dass Tradition und Aufbruch kein Widerspruch sein müssen.
Und dann ist da noch die Marlinger Brücke – ein Bauprojekt, das bescheidener klingt, als es ist. Mit der Fertigstellung im Herbst 2027 schließt sich endlich eine Lücke, die Radfahrende seit Jahren kennen: die fehlende Verbindung zwischen Vinschgau, Etschtal und Lana-Tscherms. Klein in der Ankündigung, groß in der Wirkung.