südtirol festival merano . meran

Konzertkalender 19.09.22 - 21.09.22

20. September 2022

Montag, 19.09.2022 | mystica | 20.30 Uhr Pfarrkirche St. Leonhard

 

Kammerchor Leonard Lechner – Tobias Chizzali (Leitung) – Nathan Chizzali (Violoncello) – Roland Mitterer (Violoncello

Stimmen auf Weltreise – von Vivaldi bis Ešenvalds

 

Diese Musik ist unsterblich. In „Immortal Bach“ arrangiert der norwegische Komponist Knut Nystedt die ersten Takte aus Bachs Choral „Komm, süßer Tod“, verändert keine Note und erzeugt mit seinen kurzen Interpretationsanweisungen dennoch einen neuen Klang, der hier im Dialog mit der Originalpartitur aus dem Jahr 1736 steht. „Christus ist der Morgenstern“: In „Christus est Stella“ vertont der Engländer Will Todd ein Gebet des Benediktinermönchs Beda Venerabilis, der Norweger Ola Gjeilo schreibt mit „Serenity“ eine „sinfonische“ A-cappella-Miniatur, der Lette Eriks Ešenvalds lässt sich auf Engelsflügen ins Paradies tragen und John Tavener verarbeitet in „Svyati“ einen feierlichen Hymnus aus der russisch-orthodoxen Chrysostomos-Liturgie. Zwischen die geistlichen Chorwerke schiebt Tobias Chizzali Instrumentalstücke von Vivaldi und Jean-Baptiste Barrière, dessen virtuoses Spiel im 18. Jahrhundert dem bis dahin wenig beachteten Violoncello zum Durchbruch verhilft.

 

 

 

Dienstag, 20.09.2022 | barocco | 20.30 Uhr Schloss Tirol

 

Ensemble Le Consort

Antonio Vivaldi & Giovanni Battista Reali

 

Venedig ist eine Bühne: „Die erste Musik, die ich hier hörte, war auf der Gasse, und zwar von einer herumreisenden Bande von zwei Geigen, einem Violoncello und einer Singstimme. Sie machten es so gut, dass sie in jedem anderen Lande von Europa Beifall würden gefunden haben“, berichtet der Musikwissenschaftler Charles Burney 1770 aus der Lagunenstadt. In diesem Hotspot des europäischen Musiklebens legen Antonio Vivaldi und Giovanni Battista Reali im Abstand von vier Jahren ihr Opus Nr. 1 vor: Sammlungen mit jeweils 12 Triosonaten, die eine Folia abschließt. Während Vivaldi im 20. Jahrhundert zum Klassikstar wird, bleibt Realis Leben geheimnisvoll. 1727 wird er als Kapellmeister des Herzogs von Guastalla in der Emilia-Romagna erwähnt, wo sich seine Spuren verlieren. Ein junges Ensemble fährt zu den welligen Barockmelodien und Narreteien des Karnevals in die Serenissima und lässt die frühe Musik der beiden Komponisten wie in einem venezianischen Spiegel verschmelzen.

 

 

 

 

Mittwoch, 21.09.2022 | classic | 20.30 Uhr Kursaal Meran Abschlusskonzert Saison 2022

 

Mahler Chamber Orchestra – Leif Ove Andsnes (Klavier)

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzerte für Klavier und Orchester Nr. 22 und Nr. 24

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 38 „Prager“

 

„Ich kann nicht poetisch schreiben, ich bin kein Dichter. Ich kann durchs Deuten und Pantomime meine Gesinnungen und Gedanken nicht ausdrücken. Ich kann es aber durch Töne, ich bin ein Musikus“, schreibt Mozart an seinen Vater. Die 1785 und 1786 entstandenen Stücke, die an diesem Abend auf dem Programm stehen, unterstreichen diese Aussage: In seinem 22. Klavierkonzert geht Mozart, nicht nur in der Spieldauer, weit über das damals übliche Amüsement hinaus und erreicht durch den Einsatz von Klangfarben und neuen instrumentalen Kombinationsmöglichkeiten eine Tiefe des Ausdrucks, die erschüttert. In der formal „altmodischen“ 38. Sinfonie lässt er das heitere Menuett am Schluss aus, weil sich die wehmütige Grundstimmung – auch angesichts der Entfremdung vom Wiener Adelspublikum – nicht verscheuchen lässt und mit der „gespenstischen“ Musik seines Klavierkonzerts in c-Moll dringt er derart tief in schattenhafte Regionen vor, wie in keinem anderen Werk.

 


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