Der 80-jährige Franz Brusenbach aus Algund ist – wie man so schön sagt – ein Original: klein und drahtig, mit wachem Blick und eine nimmer versiegende Quelle an Anekdoten, Erinnerungen und Bonmots zur Geschichte der Kurstadt Meran. Aufstieg und Fall der Fiakerei Brusenbach sind eng mit der Belle Époque , den Wirren zweier Weltkriege und dem Beginn des Massentourismus verknüpft. Über ihn und seine Fiakerei hat Carmen Tartarotti aus Schlanders im Jahre 1996 den Film Franz Brusenbach . Der Letzte Fiaker gedreht. ORF,...
Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren gewann die 30-jährige Stefanie Palfrader die italienweite „Color Zoom Challenge“ der Firma Goldwell und ließ dabei viele Konkurrenten hinter sich. Und zum zweiten Mal vertrat sie vor ein paar Wochen Italien beim weltweiten Contest, diesmal in Los Angeles. Anfang des nächsten Jahres startet die junge „Haarkünstlerin“ nach Australien und Neuseeland, wo sie auf Einladung als Gastfriseurin tätig sein wird. Schon als kleines Mädchen stand für...
Anlässlich des WineFestivals, das vom 9. bis 11. November stattfinden wird, hat der Meraner Stadtanzeiger mit Helmuth Köcher, dem Mitinitiator und Promotor dieser Großveranstaltung, ein Interview geführt. Meraner Stadtanzeiger: Zweiundzwanzig Jahre WineFestival! Wie hat alles angefangen? Helmuth Köcher: Der Gedanke kam mir im Jahre1989. Damals waren wir zu dritt, Johann Innerhofer vom Apollokino, Othmar Kiem von der Weinfachzeitschrift Falstaff und ich. Wir hatten alle die Leidenschaft für Qualitätsweine...
Sein Großvater war der Tiroler Schuster unter den Meraner Lauben, sein Vater war maßgeblich am Jahrhundertprojekt zur Rettung Venedigs vor den Sturmfluten beteiligt, seine Mutter war Sportlehrerin. Meraner Stadtanzeiger: Ist Roman Stocker ein Meraner? Roman Stocker: Geboren wurde ich am 2. Jänner 1975 in Wien. Dann lebten wir nur zwei Jahre hier in Südtirol. Wir kamen durch die Arbeit meines Vaters als Ingenieur bei Straßenbauten schon bald zuerst nach Nigeria und dann nach Jemen. Dort besuchte ich...
Bereits seit über hundert Jahren besteht das Schutzhaus Hochgang am Fuße des Tschigat und stellt für Bergfreunde, Tagestouristen und Familien mit Kindern ein lohnendes Wanderziel dar. Bergsteiger mit Ambitionen auf „Höheres“ und schwer bepackte „Höhenwegler“ – das Hochganghaus liegt direkt am bekannten Meraner Höhenweg – finden im Haus hingegen ein Nachtquartier und eine „Auftankstation“ für Leib und Seele vor, allein schon der Lage wegen. Das Hochganghaus befindet...
Meraner Musikwochen – „Himmlische Musik“ „Schaulaufen“ der Stars wird fortgesetzt Violinist Daniel Hope und sein Projekt „spheres“ mit berühmten „Gästen“ Als der Ausnahmedirigent Yannick Nézet-Séguin am 26. August um 16 Uhr zum ersten Mal den Kursaal in Meran betrat, blieb er zuerst sprachlos stehen und sagte dann: „Was für ein wundervoller Saal“. Am Nachmittag probte der Maestro mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, bevor er ab 18 Uhr durch...
Die Welt der Almen Was wäre Südtirol ohne seine Almen? Was wäre der Alpenbogen ohne das Glockengebimmel der Kühe, das Blöken der Schafe und ohne den kernigen Hiatpua in seiner krachledernen? Gäbe es die Almen nicht – man müsste sie erfinden! In den Hochglanzbroschüren der Tourismus-Werbung jedenfalls machen sie sich gut... Zugegeben, mit Alm-Romantik hat das moderne Senner/-innen-Dasein nichts zu tun: Aufstehen im Morgengrauen, Melken der Milchkühe, Beaufsichtigung von Galtvieh,...
Was in den bäuerlichen Stuben aufgetischt wurde, stammte bis in die 1960er-Jahre hinein zum großen Teil aus dem eigenen Anbau. Die Selbstversorger- oder Subsistenzwirtschaft war Grundlage der Eigenständigkeit des Bauernhofs.
Wos der Bauern nit kennt, sell isst er nit! Dieser Spruch spiegelt die Hartnäckigkeit wider, mit der der Bauer an althergebrachten Speisen festhielt – und zeugt vom konservativen Sturschädel des Bauern. Mit Sushi und Sashimi ködert man auch heute kaum einen Landbewohner ...
Zu den...
Alles andere als Henkersmahlzeiten durften die Gäste des Restaurants Sigmund in den vergangenen Jahrzehnten genießen, doch war es an der Zeit, den Gaumenfreuden ein angemesseneres Ambiente zu geben. Deshalb nahmen die Nachkommen der einstigen Metzgerei am Bozner Tor den Umbau und die Renovierung in Angriff. Anna und August Sigmund, die Groß- bzw. Urgroßeltern der heutigen Eigentümer, eröffneten bereits um 1930 das Restaurant. Der viermonatige Umbau brachte jedoch weit mehr Historie zutage, welche auch künftig in...
Was nur wenigen Meranerinnen und Meranern bekannt sein dürfte: Unsere Stadt besaß das ganze 19. Jahrhundert hindurch im Mühlgraben ein eigenes Stadtbräuhaus, in dem der gelbe Gerstensaft in einem gemütlichen Schankgarten mit kleinem Weingarten ausgeschenkt wurde. Die alten Gebäude wurden in den 1980er-Jahren abgerissen. An ihrer Stelle befindet sich ein Kondominium, im Erdgeschoss das Café Alte Mühle. Der ehemalige Biergarten ist eine Grünzone oberhalb einer Tiefgarage. Die angrenzenden...

