Im Mai 2021 starb nach kurzer Krankheit völlig überraschend Frau Monika Mahlknecht Foser. Wir hatten noch miteinander telefoniert, sie war unternehmungslustig wie immer – unser vereinbartes Treffen konnte nicht mehr stattfinden. Monique wurde am 5.4.1944 in Paris geboren. Ihre aus Deutschland gebürtige Mutter arbeitete als Designerin bei Dior, wie sie mir stolz erzählte. Mit 4 Jahren wurde sie nach Graun zum Deutschlernen geschickt. Das Ergebnis war waschechter Obervinschger Dialekt, den ihre Mutter kaum verstand. Später...

MS: Herr Schneider, wie kommt man auf die Idee, einen Krimi zu schreiben, der in Meran spielt? Was war ausschlaggebend? S. Schneider: Mich hat der Kontrast gereizt zwischen viel Sonne und heiler Welt und den Schattenseiten, die es in jeder Gesellschaft gibt. Und wenn man längere Zeit in Meran gelebt hat, wird man auch hier und da fündig. Ausschlaggebend war auch mein guter Kontakt zur hiesigen Polizei. MS: Worin liegt für Sie der Reiz eines Krimis – noch dazu eines regionalen? Und was macht eigentlich einen guten...

Zu den bestimmenden Themen dieses Jahres gehört der 20. Geburtstag des „Euro“, der europäischen Währung. „In den ersten zwanzig Jahren des Euro haben wir viel erreicht“, erzählt uns Georg Lun, Direktor des WIFO in seinem Beitrag. Helmuth Rizzolli, ausgewiesener Fachmann der Mittelalter- und Neuzeitarchäologie mit besonderer Berücksichtigung des Münz- und Geldwesens und Autor des Buches „Mittelalterliches Geld- und Bankwesen zwischen Alpen und Adria“ erzählt im Interview über die...

„Treffen sich zwei Banker, reden sie über Kunst. Treffen sich zwei Künstler, reden sie über Geld“, sagte Oscar Wilde. Kunst und Geld sind Dinge, die oft einander fremd sind und sich dennoch brauchen. Kunst und Kultur sind zentrale Bedürfnisse der Gesellschaft und gehören zu den wesentlichen Bedingungen für eine fruchtbare Entwicklung der Wirtschaft in Freiheit und Verantwortung. Wer sich für Kunst und Kultur engagiert, dem geht es um mehr als um Absatz und Gewinn, der tut etwas für die Menschen, für die...

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Schon seit seiner Gründung im Jahr 1190 folgt der Deutschorden einem klaren Auftrag. Er heißt „helfen und heilen“: für andere da zu sein, ihre Bedürfnisse in den Vordergrund zu rücken, sich um sie zu kümmern. Die Deutschordensschwestern Lana haben ihren Leitsatz des Helfens und Heilens in unterschiedlichsten Einrichtungen in die Praxis umgesetzt: in Krankenhäusern und Hospizen etwa, aber auch in Kindergärten, in Grund- und Mittelschulen, in einer Nähschule und in den letzten Jahrzehnten vorwiegend in...

Heuer am 1. November jährt sich zum 50. Mal der 50. Todestag von Ezra Pound. Auf der Brunnenburg hat seine Tochter Mary eine Ezra Pound Gedächtnisstätte errichtet. Angefangen hat jedoch alles in Brixen – und wie so oft spielte der Zufall eine wichtige Rolle. Von den drei Schlössern, die im Norden über Meran den Talkessel beherrschen, in der Mitte am höchsten Punkt mit breiter Brust das Schloss, dem das Land Tirol seinen Namen verdankt, im Westen flankiert von Thurnstein und im Osten von der Brunnenburg, ist Letztere mit...

Eine ausgedehnte, terrassenförmig in den Sonnenhang hineingebaute, sechs Stockwerke hohe Wohnanlage erhebt sich nun dort, wo noch vor einigen Jahren der bekannte Landgasthof zum „Ofenbauer“, auch „Ofenbaur“ geschrieben, Einheimische und Kurgäste zur Einkehr in Haus und Garten einlud. Mit dem Abriss des traditionsreichen Gasthofes ging 2020 seine mehr als hundertjährige Geschichte unwiderruflich zu Ende. Ofenbaur – Villa Frankonia – Schennaer Niederhof Erzählt wird, dass hier schon Andreas Hofer...

In den Lebenserinnerungen des Rudolph Hengstenberg, der einige Zeit in Meran gelebt hat, wird – neben weiteren Gasthöfen und Cafés – das „Café Paris“ des Carl Holzeisen erwähnt, das seinen Name nicht der französischen Seinestadt verdankt, sondern der Familienname eines Vorbesitzers war. Hengstenberg nennt es das Hauptstelldichein der Fremden, der Geschäftsleute und „Merangigerl“ . Neugierig geworden, begannen die Recherchen zu einem Gastronomiebetrieb, der wohl nur mehr wenigen in...

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Vor kurzem ist ein Forschungsband zur bedeutendsten Autorin der Südtiroler Literatur erschienen. Die Autorin heißt Maria Veronika Rubatscher. Der Untertitel des vom Brixner Weger Verlag veröffentlichten Buches lautet: „Das schwierige Erbe einer Vergessenen“. Wie ist es dazu gekommen, dass eine derartig begabte Autorin wie Rubatscher völlig in Vergessenheit geraten ist? Vor hundert Jahren kannte jeder Bozner Otto Rudl und seinen Sarner Narren Hiesl. Aktuell herrschen Stillschweigen und Gleichgültigkeit rund um den...

Am 24. Oktober 2021 wählten die Meraner Dario Dal Medico zu ihrem neuen Bürgermeister. Im Gespräch mit dem Meraner Stadtanzeiger erzählt der 53-jährige Rechtsanwalt, der bis dahin kein politisches Amt bekleidete, über seine ersten Monate als Bürgermeister der Passerstadt, seine Visionen zur Stadtentwicklung sowie seine Strategie, um die Hauptprobleme Merans – allen voran das leidige Thema Verkehr – zu lösen. Meraner Stadtanzeiger (MS): Herr Bürgermeister Dal Medico, seit fast drei Monaten sind...