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Wer sich am „Meraner Frühling“ ergötzt hat, dem dürfte das neue Meran-Logo ins Auge gefallen sein. Auffallend daran ist die Gestaltung in Kleinbuchstaben mit dem hochgestellten und unterstrichenen „o“. Das Logo ist von einer Hamburger Agentur erstellt worden, lesen wir im Wochenmagazin ff. Was die Kleinschreibung anbelangt, führt die Agentur folgende Begründung an: Kleinbuchstaben haben gegenüber Großbuchstaben einen ausgeprägten individuellen Charakter und mehr Raffinesse im Detail –...

„Waldness“ bieten die Touristiker im Salzkammergut neuerdings an. Wellness im Wald wird versprochen, mit Waldkneippen, Latschenbädern und Waldmassage. Offenbar lässt Waldness die Gäste tief eintauchen in die gesunde Atmosphäre des Waldes, Waldaromen bewusst riechen und genießen, die heilende Wirkung der Bäume und Waldpflanzen spüren. Neben der Waldness sollte man auch für „Seeness“ und „Bergness“ werben, meint ein Leserbriefschreiber in den OÖ Nachrichten, und damit...

Das „botanische Osterei“ zu suchen sind wir am Ostermontag in die Gärten von Schloss Trauttmansdorff eingeladen. Auf Eiersuche sollte sich endlich auch die britische Regierung begeben, rät der Psychologe Sebastian Sonntag in der „Mittelbayerischen Zeitung“. Das „Ei des Kolumbus“ müsste ausfindig gemacht werden, um eine konkrete Entscheidung zu treffen und dem Brexit-Chaos ein Ende zu setzen. Das Ei des Kolumbus ist eine Redensart, die auf eine erstaunlich einfache Lösung für ein unlösbar...

„Ich möchte bei allen im Dorf wieder die Lust wecken, in der Erde zu wühlen und etwas wachsen zu sehen“, schwärmte Frau Sara neulich, als sie in Innichen ihre Initiative für Gemeinschaftsgärten vorstellte. Am Projekt sollte sich jeder beteiligen können, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Muttersprache und unabhängig davon, ob es sich um Einheimische, Gäste oder Flüchtlinge handelt. Da beim gemeinsamen Gärtnern die Menschen leichter zueinander finden, werden auch in Meran...

„Es wäre ...“, „man könnte ...“, „ich würde ...“: Mit der Möglichkeitsform verlieren unsere Aussagen an Schärfe. Der „Ratgeber“ für erfolgreiche Kommunikation empfiehlt uns im WIKU, auf beruflicher Ebene stets Klartext zu reden. „Mein Vorschlag wäre ...“ klingt weniger überzeugend als „ich schlage vor ...“. Sollen sich demnach nur mehr realitätsferne Träumer und Visionäre der Möglichkeitsform bedienen, in der Art wie „Die...

Choupette hat in den Medien letzthin manch prominenter Persönlichkeit die Show gestohlen. Der „süßen“ Birma-Katze des Modestars Karl Lagerfeld wurde ihr Wasser stets in einem Silberbecher gereicht, zwei Hausmädchen umsorgten sie Tag und Nacht. Durch Werbeverträge für Autos und Kosmetik hat sich ihr Vermögen auf schätzungsweise drei Mio. Euro angehäuft. Mutmaßlich bereits vor 10.000 Jahren haben Wildkatzen menschliche Siedlungen aufgesucht, denn wo Korn gelagert wurde, gab es auch Mäuse....

Nach Öffnung eines handschriftlichen Testaments hatten die Angehörigen des Verstorbenen ein grafologisches Gutachten anfertigen lassen. Wie die Neue Südtiroler Tageszeitung berichtet, war ein Hof im Wert von drei Millionen Euro der Pflegerin des Bauern als Alleinerbin vermacht worden. Die Handschrift erwies sich als gefälscht, die Beschuldigte hat inzwischen auf die Erbschaft verzichtet. Die Handschrift hat also keineswegs ausgedient, wenn auch in Zeiten der Digitalisierung immer weniger Menschen mit der Hand schreiben. Am 23. Januar...

„Iatz schlogs dreizehn“, mag für Dominik Paris die Zauberformel zum Sieg auf der Kitzbüheler Streif gewesen sein. Auf die Nummer 13 zu setzen und das zudem an einem Freitag, erwies sich als grundrichtige Entscheidung, brachte sie dem Ultner Ausnahmeathleten doch die goldene Gams ein und eine ansehnliche Siegesprämie obendrein. Auf die Frage des ORF-Reporters, warum er diese Startnummer ausgewählt habe, meinte „Domme“ lapidar: „Die Dreizehn gefällt mir einfach.“ „Jetzt schlägt's...

Kaiser Maximilian I., dessen Todestag sich am 12. Jänner zum 500. Mal jährte, hat zur wirtschaftlichen und kulturellen Blüte der habsburgischen Erbländer und somit auch des Landes Tirol wesentlich beigetragen. Als Förderer der Wissenschaft und der Künste hat er sich konsequent für die Entwicklung der deutschen Schreibweise eingesetzt. Maximilian ließ die kaiserlichen Kanzleien von der Verwendung des Lateinischen auf die Volkssprache umstellen; diese Wiener Kanzleisprache wurde dann als das „Gemeine Deutsch“...

„Heißzeit“ ist von der „Gesellschaft für deutsche Sprache“ zum Wort des Jahres 2018 gekürt worden. Der Ausdruck bezieht sich auf den extrem warmen Sommer und verweist zudem auf den Klimawandel. Das vorgesetzte „H“ verleiht der „Eiszeit“ eine zusätzliche neue Bedeutung. Im „Klimareport Südtirol 2018“ liefert das Forschungszentrum Eurac Research hierzu einschlägige Daten. Seit den 1960er-Jahren ist die Jahresdurchschnittstemperatur um 1,5 Grad angestiegen; im Sommer...

„Die Weihnachtskrippen sind Teil unserer Identität“, gab der italienische Bildungsminister Marco Bussetti zum Adventbeginn zu verstehen. Besonders an den Schulen seien die Kinder für die Weihnachtskrippen zu begeistern. Dafür stellte die Region Venetien bereits 50.000 Euro zur Verfügung, und Luca Zaia, Präsident der Region Venetien, versprach den Schulen, die eine Weihnachtskrippe bauen, einen Beitrag von 250 Euro. Erst vor wenigen Jahren hat der Direktor der Grundschule von Rozzano bei Mailand die Weihnachtsfeier in ein...

„Es wird dann kommen, was kommen wird“, resümierte letzthin der Redakteur des RAI-Senders Bozen im Pressespiegel auf das Dilemma, wer wohl der nächste Koalitionspartner der SVP sein würde. Der Bemerkung fehlt hier der inhaltliche Kern, was der Floskel gleichkommt: Nichts Genaues weiß man nicht. Es gibt Sätze, auf die man getrost verzichten kann. „Ich will gar nicht davon reden.“ Bei dieser Aussage kommt einem der Vergleich mit dem Autofahrer in den Sinn, der das Fahrzeug zwar startet, aber keinen Gang...