Nicht nur reif für die Insel sind sie, unter Burn-out leiden nicht wenige, die Lehrenden und Lernenden. Als ausgepowert bezeichnen sich auch manche, wenn sie merken, dass sie sich verausgabt haben. Burn-out und ausgepowert : Auf den ersten Blick scheinen beide Wörter aus dem Englischen zu stammen. Dem ist aber nicht so, denn das „ausgepowert“ geht ursprünglich auf das französische Wort pauvre zurück, was „arm“ heißt, das italienische povero fällt uns hierbei ein. Auspowern bedeutete...

Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz war mit 63 Buchstaben das längste gebräuchliche Wort der deutschen Sprache. Das Gesetz zum Schutz der Verbraucher vor der Rinderseuche BSE war 1999 eingeführt worden, nun wurde es vom Schweriner Landtag aufgehoben. Im DUDEN allerdings war das Wort nie vermerkt; bevor dort ein neues Wort eingetragen wird, muss es mit einer gewissen Häufigkeit im deutschen Sprachgebrauch auftauchen. Der Spitzenreiter der längsten Wörter im DUDEN ist derzeit die...

Los von Italien: Der Unabhängigkeitstag in Meran ist zum Selbstbestimmungsfest der „unterdrückten“ Völker Europas geworden. Es gibt immer wieder „Lostage“, die die politische Wetterlage eines Landes bestimmen. „Los von Österreich“ hatte der österreichische Staatsbürger Cesare Battisti für das Trentino gefordert und als Hochverräter seinen Einsatz mit der Hinrichtung bezahlt. Dafür wurde er in den Himmel der Nationalhelden Italiens erhoben, das gigantische Mausoleum auf...

„Ich bin nicht farbig. Ich bin schwarz und das behaupte ich mit Stolz“, trat Cecile Kyange als neue italienische Ministerin für Integration selbstbewusst in ihrer Ansprache auf. Die gebürtige Kongolesin und Augenärztin hat allerdings nicht mit den rassistischen Vorurteilen einiger Staatsbürger gerechnet; prompt hat ein Lega-Nord-Spitzenpoliker gegen sie polemisiert. Anscheinend geistern in manchen Zeitgenossen immer noch die uralten Vorurteile weiter, wonach Schwarz als Farbe des Bösen gilt und Weiß das Gute...

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„Träumen darf doch noch erlaubt sein, träumen von freien Sonntagen, an denen der Familienausflug ins Grüne und nicht in den nächsten Supermarkt führt“, meinte Stephan Niederegger im Tagblatt der Südtiroler. Das Grün der ersten Blätter im Frühling übt einen besonderen Reiz auf uns aus, weckt Hoffnung auf bessere Zeiten nach dem hartnäckigen Winter. Besonders heuer können wir uns am Grün erfreuen, ist es ja zur Modefarbe des Jahres 2013 auserkoren worden. Genau genommen ist...

Auf der Leserbriefseite der Neuen Tageszeitung fiel letztlich das Stichwort Holmittag auf. Die vormittägige Jause der Landesräte ist bisher vom Steuerzahler berappt worden, wie wir wissen; es könnte aber ja sein, dass sie sich die Stärkung zukünftig höchstpersönlich in der Bar holen und selbst dafür aufkommen. Eine falsche Vermutung, denn vom Halbmittag war im Leserbrief die Rede, nur der Buchstabe „b“ hatte im Stichwort gefehlt und den Sinn verdreht. Die Landesräte nainern , hätte es...

„Wer guat sitzt, steaht net gearn auf“, meinte der Karikaturist Prinoth in der „Zett“, die Umrisse des karikierten Profils ließen auf den Landtagsabgeordneten Hans Berger als Sesselkleber schließen. Bekanntlich zieht es jeder vor, bequem zu sitzen, anstatt stehen zu müssen. Auf einer Karriereleiter allerdings kann stehen die Vorstufe für sitzen bedeuten. Horst Seehofer, Ministerpräsident von Bayern, hat sich hierzu einmal unmissverständlich geäußert: „Wer kein Stehvermögen...

„Ich habe nichts getan, was den Gesetzen entspricht.“ Angesprochen auf den SEL-Skandal habe Durnwalder bei einer Pressekonferenz wortwörtlich diese Aussage gemacht, berichtete das Wochenmagazin ff. Das zweite „nicht“ hat der Landeshauptmann ganz einfach versehentlich ausgelassen und somit den Eindruck erweckt, gesetzeswidrig gehandelt zu haben. Er wird schon nichts tun, was den Gesetzen nicht entspricht, das nehmen wir ihm ja ab. Vorsicht ist immer geboten, wenn wir doppelt verneinen. Wenn Minus mal Minus in der Mathematik...

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Schutzhaus Hochgang am Meraner Höhenweg

„Die Zoggler will ich nicht nennen, die so etwas tun“, meinte der Alt-Obmann zum jüngsten SVP-Debakel im Landtag. In diesem Zusammenhang fuhren Zeitgenossen schwere Geschütze auf, von „falschen Hunden“ und „hinterfotzigen Feiglingen“, von „politischer Sauerei“ ging die Rede. Wir erinnern uns noch an die despektierliche Bezeichnung als „Esel“, womit ein durchwegs willfähriger Landesrat in aller Öffentlichkeit bedacht wurde. Anscheinend haben wir hierzulande von einer politischen...

Das Abkommen zwischen SVP und der Linkspartei PD ist im Hinblick auf die anstehenden Parlamentswahlen kürzlich in Rom unterzeichnet worden. „Aber was, wenn es das Mitte-links-Bündnis nicht schafft?“, meint Klaus Innerhofer, Chefredakteur der „Zett“. Es gibt nicht wenige Landsleute, die Vorbehalte gegen eine politische Linkslastigkeit haben. Links wird von ihnen mit „kommunistisch“ und „rot“ gleichgesetzt. Geht man dem Wort links auf den Grund, so erfährt man, dass es ursprünglich...